The Life of L














































































2010-2011
Malerei; Leinwand, Edding-Stifte, Spülack, verschiedene Materialien
verschiedene Leinwandgrössen

... ist eine weiterführende Arbeit meiner Diplomarbeit nach meiner Studienzeit. Die Arbeit "The Life of L" besteht aus Leinwänden verschiedener Grössen. Es handelt sich hierbei weder um Malereien, Zeichnungen oder Grafiken - auch wenn zu jedem dieser Bezug genommen wird. Nicht offensichtlich, zumindest für viele Betrachter, ist die zugrundeliegende Technik: der Gebrauch von glänzenden oder matten Lackstiften, Blattgold und Sprühlack in verschiedenen Farben. Lackstifte und Sprühlack erinnern eher an Zeichnungen und Grafiken, wobei diese Materialien im Stile einer Malerei eingesetzt werden, insbesondere mit Blattgold.

Wie es der Titel ein wenig verrät, ist das Thema des täglichen Lebens und all seinen Einflüssen auch hier vordergründig. Der Bildinhalt der einzelnen Leinwände spielt wieder mit den Assoziationen des Betrachters. Wenn aufgehängt und ausgestellt, erinnert die grosse Anzahl und Vielfalt der Leinwände an die Informationsmationsflut unserer Zeit, an Reizüberflutungen durch die neuen Medien. Die Bilder konkurrieren quasi miteinander und jedes einzelne versucht die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erwecken.

Zusammenhänge zu Werbeplakaten mit ihren aufdringlichen, frechen und prägnanten Texten und Sprüchen werden hergestellt. Der Bildaufbau gleicht oft Vertrautem, des Betrachters eigenen Eindrücken, Werbungen oder anderen omnipräsenten Reizen - auch wenn dieses meine eigene Persönlichkeit ist. Vielleicht liegt gerade in diesem Widerspruch der Reiz der Arbeit: die Offenlegung meiner Person und meines Lebens in einer gewohnten Form oder etwas für die meisten Betrachter Unbekanntem, aber dennoch für sie vertraut Wirkendem.

Ähnlich wie bei der Arbeit "A picture a day keeps the doctor away" entstand die Idee aus der täglichen Auseinandersetzung mit der Kunst und der Konfrontation der Kunst mit dem Alltäglichem. Im Gegensatz zu der detailgetreuen Darstellung der vorhergehenden Arbeit, werden hier farblich und geometrisch stark reduzierte Elemente verwendet um die Aussage direkt und unverblümt zu vermitteln. Der Text spielt eine zentralere Rolle und ist vermehrt wesentlicher Bestandteil des Bildes. Auch wenn erste Impressionen an bekannte Pop-Art Künstler erinnern mögen, so ist die Arbeit hinsichtlich der Technik und Aussage deutlich von den dafür typischen Serigraphien zu unterscheiden.

In Ausstellung:

2008  

»The life of L«, Galerie Freitagsgalerie, Solothurn, CH, 24.10. - 12.12.2008

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